Winter im Imkerverein Dippoldiswalde e. V.

 

Wir wünschen Euch alles Gute für 2020!

 

Schön, dass Sie sich für unsere Bienenhaltung, die Bienenweide, die Bestäubung und natürlich für Bienenprodukte wie Honig, Propolis oder Bienenwachs interessieren. Wir werden wichtige und unterhaltsame Informationen, schöne und nachdenkliche Beiträge für Sie zusammenstellen.

Ein Imker hat einmal gesagt, Imker und Freunde von Imkern sprechen sich mit dem Vornamen und du an. Wir im Imkerverein Dippoldiswalde machen das so. Also wundern Sie sich nicht wenn wir Sie hier mit du anreden!

Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!  Über gelegentliches Feedback würden wir uns sehr freuen!

Ihr Team vom Imkerverein Dippoldiswalde

 

Winterbericht 2019

Nun geht auch das Kalenderjahr zu Ende und es ist Gelegenheit, Rückblick zu halten und Bilanz zu ziehen.

Wir hatten in der Summe ein gutes Bienenjahr mit durchschnittlich 30 – 40kg Honigertrag pro Volk. Tüchtige Imker in günstigen Lagen ernteten aber über 50kg. Natürlich gab es auch vereinzelt geringere Erträge. Imkerfreunde aus Südtirol sagten mir, dass sie 2019 überhaupt keine oder eine ganz geringe Honigernte hatten. Die dortige Haupttracht aus der Apfelblüte war witterungsbedingt ausgeblieben. Da könne wir in unserem Gebiet sehr zufrieden sein. Seltsamerweise berichteten einige unserer Imkerfreunde auch von verdorbenem Honig. Bei dem extrem heißen, trockenen Sommer und meist schnell verdeckelten Waben ein Rätsel. Es wird wohl immer so sein, daß wir ständig mit Überraschungen rechnen müssen.

Leider hatten wir wieder, völlig unverständlich, einen Fall Amerikanischer Faulbrut. Das Auftreten der Krankheit ist rätselhaft. Positiv ist, viele Imker beteiligen sich an der freiwilligen Untersuchung der Futterkranzproben. Da sollten aber alle mitmachen – auch unabhängig von der veterinärdienstlichen Anweisung.

Gut gemeint, aber doch problematisch, sind die Maßnahmen, Blühstreifenanlegung und Zwischenfruchtanbau auf den Feldern unserer Landwirtschaftsbetriebe. Bienenflug und Trachtangebot bis in den Spätherbst belasten unsere Bienenvölker. Natürlich hilft dagegen die rechtzeitige und ausreichende Einfütterung – aber es ist keine Garantie! Verständlich, dass der Artikel von M. U. In der „SZ“, in dem den Imkern die alleinige Verantwortung übertragen wird, auf Unmut stößt.

Torben Schiffer, ein leidenschaftlicher Forscher zum natürlichen Abwehrverhalten gegenüber Varroamilben, veröffentlichte hochinteressante Ergebnisse. Wir müssten uns dann jedoch von unseren modernen Betriebsweisen trennen und viel geringere Erträge in Kauf nehmen.

Auf alle Fälle bleibt es auch im Zukunft spannend und interessant und dabei habe ich den Beutenkäfer noch gar nicht angesprochen.

Wir freuen uns gemeinsam mit Euch die ausstehenden Aufgaben zu lösen und wünschen Euch und Euren Familien eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes, friedliches Jahr 2020.

R.H.