Fruehjahr im Imkerverein Dippoldiswalde e. V.

Willkommen beim Imkerverein Dippoldiswalde!

Schön, dass Sie sich für unsere Bienenhaltung, die Bienenweide, die Bestäubung und natürlich für Bienenprodukte wie Honig, Propolis oder Bienenwachs interessieren. Wir werden wichtige und unterhaltsame Informationen, schöne und nachdenkliche Beiträge für Sie zusammenstellen.

Ein Imker hat einmal gesagt, Imker und Freunde von Imkern sprechen sich mit dem Vornamen und du an. Wir im Imkerverein Dippoldiswalde machen das so. Also wundern Sie sich nicht wenn wir Sie hier mit du anreden!

Nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen und Entdecken!  Über gelegentliches Feedback würden wir uns sehr freuen!

Ihr Team vom Imkerverein Dippoldiswalde

 

Sommerbericht 2019

Das Bienenjahr ist zu Ende – wir kümmern uns noch um die Varroabekämpfung und Einfütterung – sofern nicht bereits abgeschlossen.

Wespen versuchen beharrlich in die Bienenstöcke einzudringen – für starke, gesunde Völker kein Problem, andernfalls müssen Fanggläser aufgestellt werden. Selbstverständlich – aber eben auch nicht zu vernachlässigen: unseren Wabenvorrat regelmäßig auf Wachsmottenbefall zu kontrollieren.

Im Monat August kann auch schon wieder an die Bienennahrung für das folgende Jahr gedacht werden - deshalb Frühjahrsblumenzwiebeln in den Boden bringen!

Wir hatten ein gutes Ertragsjahr mit extremem Witterungsverlauf. 40 kg Durchschnittsertrag ist für mich ein gutes Ergebnis. Einige Imker können höhere Erträge vorweisen.

Bemerkenswert ist die hohe öffentliche Wahrnehmung und die mediale Aufmerksamkeit die die Imkerei in letzter Zeit erfahren hat. Das ist natürlich erfreulich. Wir müssen uns dann nicht wundern wenn seltsame und praxisfremde Meinungen und Ansichten diskutiert und vorgeschlagen werden – z.B.:

  • Honigentnahme und Zuckereinfütterung seien völlig neu zu überdenken
  • Gemüll auf dem Beutenboden belassen
  • die Varroabekämpfung könne mit Hilfe des kleinen Bücherskorpions erfolgen
    (zur Erinnerung: die Varroamilben wurden fahrlässig eingeschleppt, und zu befürchten ist jetzt aktuell, das der Kleine Beutenkäfer nicht fahrlässig sondern vorsätzlich eingeschleppt wird)

Auch in anderen Bereichen wird übers Ziel hinausgeschossen:

  • Der Borkenkäfer ist eine Bereicherung und trägt zur biologischen Vielfalt bei
  • der flächendeckende Wolfsbesatz ist ebenfalls geschützt und zu begrüßen

Ich freue mich auf ein Echo und wünsche unseren Imkern klare, sachliche Entscheidungen und Handlungen.

R.H. 18.08.2019

 

Ende Juni – das Bienenjahr ist bald wieder zu Ende – aber vielleicht bringt die Spättracht – Brombeere, Weißklee, Wald noch Ertrag. Zur Zeit steht die Sommerlinde in Vollblüte. Nur die Linde ist standort- und witterungsbedingt eine Wissenschaft für sich.

Attraktive Standorte mit lukrativen Zwischenfrüchten sind regional auch noch vorhanden und werden stark genutzt. Allerdings gab es im vergangenen Jahr durch sehr spät blühende Zwischenfrüchte und Nektareintrag bis in den Oktober auch empfindliche Verluste.

Die Frühjahrsentwicklung unserer Bienenvölker war im Monat April gut – im Mai mit wechselhafter Witterung kam es aber zum Stillstand und die eingetragenen Vorräte wurden aufgebraucht. Am Monatsende dann der Ausgleich – volle Honigräume.

Ich selbst muß von einem ungewöhnlichen Umstand berichten:
Die Waben voll besetzt mit Bienen und gefüllt mit Honig – aber keine Brut, keine Königin. Wer ist Schuld die enorme Hitze, im Juni bereits tageweise um die 30 Grad Celsius oder der Imker der hinter der Beute steht?

Erfreulich: Wir haben mittlerweile den 67. Aufnahmeantrag in unserem Imkerverein.

24.06.2019 R.H.